Gemeinsam unterwegs in einen „Pastoralen Raum Lankwitz – Marienfelde“! Bestätigung des Pastoralen Raumes durch den Erzbischof Erzbischof Heiner Koch hat das Votum für unseren Pastoralen Raum bestätigt. Die Zeit der   Findungsphase seit 2013 ist vorbei. Wir stehen in den Startlöchern für eine  dreijährige   „Entwicklungsphase“. Was bedeutet das konkret?  1. Jahr: Wir erhalten nach der Sommerpause  einen Termin, an dem unser Erzbischof in einem   Pontifikalamt die Entwicklungsphase für unseren Pastoralen Raum eröffnet. Dabei werden der Leiter   des Pastoralen Prozesses und ein Moderator ernannt. Im ersten Jahr der Entwicklungsphase   (Startphase) steht im Vordergrund das Kennenlernen der „Orte kirchlichen Lebens“.   Die „Steuerungsgruppe“ und ein „Pastoralausschuss“ werden bestimmt. Erste Ideen zu einem   Pastoralkonzept werden formuliert. Im nächsten Schritt werden eine Innen- und Sozialraumanalyse   erstellt.  2. Jahr: Zusammen mit den „Orten kirchlichen Lebens“ (alle Pfarreien und Institutionen, kirchliche   Kitas, Schulen, Krankenhaus und Caritaseinrichtungen) wird die inhaltliche Ausrichtung des   Pastoralen Raumes erarbeitet. Gegen Ende des zweiten Jahres wird das Pastoralkonzept der   „Leitungskonferenz“ vorgelegt.  3. Jahr: Die Orte kirchlichen Lebens klären die Struktur-, Finanz- und Personalfragen. Wie   kann die Zusammenlegung von Finanzen und Verwaltung gelingen? Wie erfolgt die Zuordnung des   Personals? Am Ende des dritten Jahres wird aus dem „Pastoralen Raum“ mit all seinen   „Orten kirchlichen Lebens“ eine neue Pfarrei.  Pfarrer Harry Karcz Näheres lesen Sie unter   www.erzbistumberlin.de/wir-sind/wo-glauben-raumgewinnt/entwicklungsphase  Wo Glaube Raum gewinnt “Gemeinsam unterwegs”             „Wo Glaube Raum gewinnt“ - So umschrieben ist ein neuer Prozess in unserem Erzbistum Berlin mit weitreichenden Folgen für alle Kirchengemeinden.Mit dem Hirtenwort unseres Erzbischofs Rainer Kardinal Woelki am 1. Advent des vergangenen Jahres wurde der Prozess angestoßen. Am Ende soll eine totale Veränderung der bisherigen Strukturen stehen: 30 Pfarreien im Jahr 2020 für das ganze Erzbistum Berlin! Nun ist diese Initiative durch eine personelle Neuordnung in unserer Gemeinde angekommen. Daher möchte ich Ihnen das Wichtigste dieser Entwicklung darstellen: Mit Auftaktveranstaltungen in den Dekanaten begannen die Informationen für die Pfarrgemeinden,   kirchlichen Orte und Verbände. Anlass sind die demographischen Fakten der Gegenwart und   Prognosen für die Zukunft. Dazu kommen die Zahlen der zu erwartenden pastoral Mitarbeitenden,   Angestellten und die dafür zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel. Der Kardinal betont, dass   dieser Prozess nur Erfolg zeigen kann, wenn sich alle einbringen.  Als ersten Schritt bittet er herauszuarbeiten, wo Vernetzungen intensiver genutzt und neu geknüpft   werden könnten zwischen Pfarreien, Caritas, Schule, Kitas, Hort, Krankenhaus,   Ordensgemeinschaften und den benachbarten Gemeinden untereinander. Bisherige Pfarrei- und   Dekanatsgrenzen werden aufgebrochen und Strukturen verändert. Dabei gilt es, den Blick über den   „eigenen Kirchturm“ hinaus zu wagen. Sicher ist schon eines: Am Ende wird vieles anders,   Gewohntes weggebrochen oder umstrukturiert sein. Klar, dass sich Ängste breit machen. Nicht alle   Verantwortlichen sehen diesem Prozess optimistisch entgegen. Befürchtungen sind nicht einfach   wegzuwischen. Manche Kritiken sind schon geäußert worden. Wichtig wird es sein, dass sich tatsächlich   alle mit einbringen, auch die Kritiker und Skeptiker. Für die nächsten drei Jahre sind wir eingeladen zur   Diskussion und Meinungsbildung. Ziel muss es sein, jenen, die der Kirche distanziert gegenüber stehen,   wieder intensiver mit Gott in Berührung zu bringen und gleichsam den Gläubigen vor Ort eine Stütze zu   bleiben, d.h. Gottesdienstorte, wo Menschen zahlreich die Kirchen besuchen und Gemeindezentren,   die genutzt werden, sollen erhalten bleiben.  Gerade in den Pfarrgemeinden sind wir eigentlich die ersten, die aktiv diesen Prozess mitbestimmen   sollten, damit nichts über unsere Köpfe hinweg entschieden wird.   Am 24. April haben sich daher die Vorstände der beiden Pfarrgemeinderäte Vom Guten Hirten und   Mater Dolorosa mit Pfarrer Schlede und Pfarrer Karcz zu einem ersten Gespräch getroffen und als   Ergebnis einen Brief an den Kardinal verfasst, in dem es u.a. heißt „… den angestoßenen Prozess   möchten wir aufgrund unserer pastoralen Situation aktiv mitgestalten. Denn es besteht eine gewachsene   Struktur über die Gemeinde- und Dekanatsgrenzen hinweg.“ Gemeint sind damit das St. Marien-  krankenhaus, die Caritaseinrichtungen, die St. Alfons- und St. Hildegardschule, unsere Kitas, die   Hortinitiative und viele Kontakte der Gemeindemitglieder - vor allem der Jugendlichen - untereinander.   Erfahrungen wurden gesammelt im Kietznetzwerk „Rund um den Guten Hirten“ und im Zusammen-  wachsen der beiden früheren katholischen Gemeinden in Marienfelde.                                                                                                                                               Die Kirchen im Pastoralen Raum Lankwitz-Marienfelde:                                                   
Vom Guten Hirten Pastoraler Raum Lankwitz Marienfelde Termine Gottesdienste Kontakt Zuzug Mitarbeiter Katholische Kirchengemeinde Vom Guten Hirten - Malteserstraße 171 - 12277 Berlin Kita und Horte Berlin - Marienfelde
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                                                                                                                                                                                                                                                                                        Vom Guten Hirten     Mater Dolorosa     Kloster St.Augustinus     St.Alfons  Das Seelsorge-Team in Lankwitz und Marienfelde                                                                   Im Zuge dieses Prozesses ist mit dem 1. August 2013 für die beiden Gemeinden Mater Dolorosa und Vom Guten Hirten eine neue Struktur der Zusammenarbeit geschaffen worden. Konkret bedeutet das: Unser Erzbischof hat Pater Dr. Sebastian Punayar CMI zum Pfarrvikar beider Gemeinden ernannt. Der Kirchen-gemeinde Vom Guten Hirten ist die Stelle eines Kaplans gestrichen worden. Pfarradministrator der Pfarrei Mater Dolorosa ist zunächst unter Beibehaltung der bisherigen Aufgaben in der Gemeinde Vom Guten Hirten Pfarrer Harry Karcz. Pater Dr. Sebastian Punayar wird im Pfarrhaus Mater Dolorosa wohnen, Pfarrer Karcz weiterhin im Pfarrhaus Vom Guten Hirten. Zu dieser neuen Art der Stellenbesetzung heißt es erklärend auf der Homepage des Erzbistums Berlin: Derzeit ernennt der Erzbischof für die Leitung einer Pfarrei Pfarradministratoren. Dies ermöglicht eine flexiblere Stellenbesetzung und erleichtert den späteren Zusammenschluss zu einer größeren Pfarrei und die Schaffung pastoraler Räume. In dieser Übergangszeit werden Gemeinden mitunter von benachbarten Pfarrern administriert. So können andere Priester stärker in der Seelsorge eingesetzt werden und neue Seelsorgefelder ins Blickfeld rücken. Die Pfarrvikare sollen überwiegend diese seelsorgliche Arbeit leisten. Ein Pfarrvikar ist in der Regel ein Priester nach dem Pfarrexamen, der seinen priesterlichen Dienst und seine Fähigkeiten in Eigenverantwortung einbringt. Pfarrvikare sind daher keine Kapläne. Sie sind eingebunden in eine kooperative Pastoral und in die Leitungsverantwortung des Pfarradministrators. Diakon für den Pastoralen Raum ist Diakon Ralph-Dieter Feigel seit Dezember 2013. Die katholische Krankenhausseelsorge im St.Marien-Krankenhaus leisten Pater Maximilian Segener SDS und Frau Ursula Ziegenhagen. Die neue Chance: Die zukünftige Aufgabe wird es sein, für jede Pfarrei und im neuen „Pastoralen Raum“ die Arbeit eines kooperativen Leitungsstils zu entwickeln und zusammen mit den Gremien der Pfarreien (Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat) zu praktizieren. Mit dem Prozess „Wo Glaube Raum gewinnt“ stellen wir uns als Kirche der Realität, so umschreibt es der Erzbischof in seinem Hirtenwort. Die Chance für unsere Gemeinden ist es, sich neu auszurichten, neu zu schauen, was kann aufgegeben und was muss neu aufgebaut werden oder sollte erhalten bleiben. Das gilt für Verwaltung und für Seelsorge gleichermaßen. Unsere Verantwortung: Was am Ende tatsächlich herauskommt und ob es Erfolg zeigt, hängt mit von uns ab. Begleiten wir den notwenigen Prozess durch aktives Mittun, auch durch Diskussion und Kritik, vor allem aber getragen durch unser Gebet und der Unterstützung des neuen pastoralen Leitungsteams der beiden Gemeinden in dieser kommenden sicher nicht ganz einfachen Findungsphase.                                                                                                                                                      Harry Karcz                                                                                                                                                              Pfarrer Diakon Ralph-Dieter Feigel stellt sich vor Liebe Schwestern und Brüder, ein Pfarrer sprach einmal von „den Diakonen, den unbekannte Wesen, für denen im Hochgebet die Rede ist“. Ein anderer Priester, mit dem ich wie mit dem erstgenannten ansonsten freundschaftlich verbunden bin, empfand Diakone in der Eucharistiefeier als eher überflüssig und vor allem störend, weil „sie dem Zelebranten den Platz wegnähmen“. Wenn ich mich Ihnen mit diesen Zeilen als der neue Diakon der Gemeinde Vom Guten Hirten vorstelle, dann kann ich mir denken, dass gelegentlich ähnliche Meinungen ausgelöst werden. Daher einige Zeilen zur Erklärung: Unser Erzbischof hat vorgeschlagen, dass in jedem der sich entwickelnden neuen „Pastoralen Räume“ auch ein Diakon mitarbeitet, unter anderem aus diesem Grund habe ich mit Wirkung vom 1. Dezember 2013 ein Sendungsdekret erhalten, was mich zur Mitarbeit in Liturgie und Verkündigung beauftragt. Im Pfarrgemeinderat bin ich „frisch-geborenes“ Mitglied. Mein eigentlicher Arbeitsschwerpunkt bleibt vorerst mit den Aufgaben als Dekanatskrankenseelsorger in Neukölln erhalten. Dort bin ich zuständig und verantwortlich für die Absicherung und Gestaltung der der Kranken- und Krankenhausseelsorge, der Besuchsdienstarbeit und der Seelsorge vor Ort. Vor Ort heißt, da, wo Mensch Hilfe brauchen, da ist der Einsatzort eines diakonal tätigen Christen, daher eben auch eines Diakons. Ein Diakon geht also an die Peripherie der Gemeinde, diese Arbeit wird selten gesehen und ist doch einer der unverzichtbaren Grundpfeiler jeder Gemeinde. Wenn dann ein Diakon in der Hl. Messe am Altar steht, dann ist er dort vor allem Repräsentant dieses Bereiches unserer Kirche. Noch viel ließe sich zu diesem Amt sagen. Das muss aber an anderer Stelle erfolgen. Nur noch dies: Der Diakon gehört mit den Priestern und Bischöfen zum Klerus, also zu den Dienern der Kirche. Das Amt wird durch das Weihesakrament übertragen. Seit dem 2. Vatikanischen Konzil überträgt die Kirche den Diakonat als eigenständiges Amt („Ständiger Diakon“) auch verheirateten Männern; fast alle der 38 Diakone in Berlin sind verheiratet. Zur Person: Ich bin 64 Jahre alt, verheiratet, zwei erwachsene Kinder, Erwerbsberuf Lehrer an einem Tempelhofer Gymnasium (Fächer Chemie, Biologie, Religion), gewählte Heimatgemeinde Maria Frieden, geweiht 2008, anschließend in der Gemeinde Bruder Klaus (Britz), 2011 zusätzlich Dekanatskrankenseelsorger für Neukölln. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen in der Gemeinde Vom Guten Hirten. Ich bin gespannt, wie sich die Entwicklung im Marienfelder/Lankwitzer Raum in Zukunft gestaltet. Der Heilige Geist schenke uns allen dazu Kraft und Weisheit! Ralph-Dieter Feigel Herzlich willkommen! Unser neuer Pfarrvikar  Dr. Sebastian Punayar CMI Liebe Gemeinde, in aufrichtiger Freude darf ich Ihnen allen ein erstes herzliches Wort des Grußes schreiben. In diesen Wochen feiere ich in den Kirchen Mater Dolorosa, Vom Guten Hirten und St. Alfons meine ersten Gottesdienste mit Ihnen. So ein Anfang bringt Neues mit sich. Ungewohntes oder Unsicherheiten, auch Ängste. Sie werden fragen: Wer ist das, der nun bei uns und für uns als Seelsorger sein soll? Und ich frage mich: Wie wird das alles werden in diesen Gemeinden? Zunächst, wer ist der neue Pfarrvikar? Geboren (1950) und ausgebildet in Indien, promoviert in Rom und in Indien gearbeitet. Seit 2010 bin ich Pfarrer in der Gemeinde Christus König in Berlin Adlershof. Und was ist das für ein Mensch? Meine Schwächen und Fähigkeiten möchte ich hier nicht beschreiben. Ein passendes Bild zu dieser Frage könnten selbst meine Freunde mir nicht geben. So muss ich Sie einfach bitten und einladen, Ihre Antwort in der Begegnung mit mir bei den unterschiedlichsten Gelegenheiten selbst zu suchen. Da wünsche ich, dass für Sie am Ende ein recht buntes Bild zustande kommt. Bei meinem Treffen mit Herrn Pfarrer Karcz und auch mit dem Pfarrvikar Felgner habe ich erfahren, dass viele von Ihnen Gemeinde als das Miteinander der vielfältigen Fähigkeiten und Gaben sehen, dass manche von ihnen Verantwortung übernehmen und wichtige Aufgaben anpacken. Neben dieser Bereitschaft zum Miteinander wünsche ich Ihnen und mir Offenheit in den Begegnungen, Kritik als heilsame Korrektur und viel belebende Phantasie. Ihr neuer Pfarrvikar Dr. Sebastian Punayar Dankbarer Rückblick in die Advents- und Weihnachtszeit Lichter in Laternen und „Highlights“ an verschiedenen Orten erhellten den Pastoralen Raum Marienfelde – Lankwitz – Lichterfelde. Die Gemeinde Mater Dolorosa und die evangelische Gemeinde Dietrich Bonhoeffer luden uns ein, beim „Lebendigen Adventskalender 2014“  auch unsere Türen zu öffnen. Dies wurde von unseren beiden Kitas und der St. Hildegardschule mit ganz unterschiedlichen, liebevoll vorbereiteten Veranstaltungen angenommen. Auch die Pfarrbücherei Vom Guten Hirten „öffnete ihre Tür“ zum Geschichtenerzählen, und durch die Ökumenische Adventsandacht in der Dorfkirche wurde auch die evangelische Gemeinde Marienfelde mit einbezogen Parallel dazu arbeitete das neue Redaktionsteam „Offene Arbeit“ mit Haupt- und Ehrenamtlichen aus Mater Dolorosa und Vom Guten Hirten  an der Erstellung der Ausgabe „Gemeinsam unterwegs – Advent und Weihnachten 2014“. Auch hier waren im Zentrum die Termine des Adventskalenders zu finden. Wir haben in dieser Zeitung erstmalig alle wichtigen Veranstaltungen und besonders gestaltete Gottesdienste gegenseitig mitgeteilt. Sehr aufwändig, aber spannend. Der Vorsatz, der am Ende unserer Klausurtagung im September stand, unsere Kommunikation zu verbessern, wurde bisher 1A umgesetzt. Allen in den Pfarrbüros und an den heimischen Computern, die sich dafür engagiert haben, herzlichen Dank! Als abschließendes Zeichen der Verbundenheit im Wunsch für den Frieden wurde am vierten Adventssonntag das „Friedenslicht aus Bethlehem“ in die Gemeinden getragen. Beim Silvesterfrühstück und beim Neujahrsempfang konnten wir zahlreiche Gäste aus Mater Dolorosa begrüßen, zusammen mit einer Vertreterin aus der evangelischen Gemeinde. Allen, die den Festgottesdienst und den anschließenden Empfang gestaltet haben, sei hier gedankt. Viele von denen, die diese Zeilen lesen, werden das Gefühl haben, manches versäumt zu haben. Das nächste Mal machen vielleicht auch Sie sich auf den Weg. Verschiedene Angebote entnehmen Sie bitte dem „Gemeinsam Unterwegs -  Fastenzeit und Ostern“. Inge Lux „Der Pastorale Raum ist da, aber wo bin ich?“ … bei der gut besuchten theologischen Tagung in Mater Dolorosa mit Prälat Dr. Stefan Dybowski brachte es eine Seniorin auf den Punkt. Nach einer Diskussion zur Zukunft der Pastoralen Räume fand sie allgemeine Zustimmung. Ja, „pastorales Leben“, Begegnung aus dem Glauben heraus, kann überall stattfinden, am Gartenzaun, im Supermarkt, am Krankenbett, auf dem Spielplatz. In der Fastenzeit, in der wir einen gemeinsamen Weg gegangen sind und doch räumlich getrennt waren und in der wir auch eine intensive Begegnung mit Gemeindemitgliedern aus der Gemeinde Heilige Familie hatten, waren es oft die kleinen Gespräche am Rande, die den wesentlichen Anstoß gaben. Oder die eine Mailanfrage aus Mater Dolorosa, wie wir es denn mit „24 Stunden für Gott“ hielten. Ja „Wie?“ Es war ähnlich wie damals, als die Campesinos aus unserer peruanischen Partnergemeinde uns fragten „Wie haltet Ihr es denn mit der Bibel?“ Und nach anfänglicher Hilflosigkeit entstand dann eine 20jährige Tradition des Bibel Teilens. Diesmal entstand die Idee zu einem FriedensNachtGebet. Was denn, am Abend vor dem Kirchweihfest? Ich fand schnell zwei Begeisterte. Ja, gerade vor dem Fest in Stille für den Frieden beten! Das zog eine Runde von Menschen an. Der Impuls kam aus dem Pastoralen Raum. So wie es mich zu den stillen Spätschichten nach Mater Dolorosa gezogen hat, so werden wir im Mai unsere Nachbarn zur Pfingstnovene in die Kirche St. Alfons einladen. Unsere gemeinsame Gemeindereferentin kam bei unserer Kinderfastenaktion auf die Idee, dieses lebendige Angebot, bei dem sich auch viele junge Eltern beteiligten, nächstes Jahr in beiden Gemeinden anzubieten. Beim Misereor-Gottesdienst in der Kirche St. Alfons gestaltete die St. Alfonsschule den Gottesdienst mit, in der Kirche Vom Guten Hirten junge Eltern mit Mechthild Haller mit einigen Kindern. Pfarrer Karcz brachte sich spontan mit seinen Erlebnissen aus den Philippinen ein. Ein beglückendes Erlebnis in der Fastenzeit war auch der mitreißende Bericht von Ute Eberl über ihre Erlebnisse als geladene Mithörerin bei der Bischofssynode in Rom. Anrührend, wie sie beschrieb, wie der mächtigste Mann in unserer Kirche vor allem zuhörte, obwohl die Meinungen extrem auseinander gingen, und zum Zuhören aufrief. Das können wir mitnehmen. Nach einer ziemlich terminreichen Fastenzeit mit vielen Veranstaltungen und liebevoll gestalteten Andachten kam bei mir der Wunsch auf, nächstes Jahr vielleicht durch gemeinsame Exerzitien im Alltag an vielen kleinen Orten ein gemeinsames geistliches Thema zu haben, das uns täglich in Stille verbindet. Pastoraler Raum ist da, wo ich bin…und da ist Gott bei uns. Inge Lux AN (GE) DACHT - „Ich seh‘ dich...“ Er hieß Wolfgang, war geistig behindert und lebte in einer der WGs in unserem Caritas-Zentrum. Egal, ob man Wolfgang auf einem Fest oder auf dem Kirchweg begegnete, immer kam er auf einen zu, streckte den Zeigefinger aus und wiederholte in einem fröhlichen Singsang „Ich seh dich! Ich seh dich!“ Seltsam! Wolfgang lebt nicht mehr, heute ist er für mich aber ein „Fingerzeig“ für unsere „Willkommenskultur“, die wir zusammen mit der Gemeinde Mater Dolorosa einüben wollen. Ich seh‘ dich! - Beim Seniorenkaffee bedauert eine alte Dame, dass sie den Weg nicht mehr schafft, um zur Schlesischen Maiandacht nach St. Alfons zu gehen. Eine Autofahrerin im Seniorenteam bietet ihr an, sie am nächsten Samstag mit dem Auto abzuholen. Ich seh‘ dich! Ich seh dich! - Zwei Frauen, die eine mit Rolli, nähern sich sonntags der schweren Kirchentür Vom Guten Hirten. Ein kleines Mädchen lehnt sich mit aller Kraft gegen die offene Kirchentür und hält sie auf. Ich seh‘ dich! Ich seh‘ dich! - Bei der Osteragape sitzen alle in froher Runde und wünschen sich ein frohes Osterfest. Einer sitzt alleine. Ist das nicht ...?! Er ist in unserer Gemeinde aufgewachsen, war in der Jugendarbeit aktiv. Nun gehört er schon lange nicht mehr dazu. Wohin gehört er? Wir sitzen lange und unterhalten uns. Ich seh‘ dich! Ich seh‘ dich! - Seit 1974 ist sie in der Gemeinde. Nun wohnt sie im Pflegeheim und kann nur selten bei uns die Messe mitfeiern. Heute gab es eine Fahrgelegenheit. Kaum hat sie sich gesetzt, als ein Mann, den sie schon als Kind kannte, quer durchs Kirchenschiff läuft, um sie zu begrüßen. Auf dem Kirchplatz kommen viele Gemeindemitglieder auf sie zu. Ich seh‘ dich! Ich seh‘ dich! - Ich freue mich immer, wenn ich ihr begegne, der alten Dame in Mater Dolorosa. Beim Vortrag von Prälat Dybowski über „Das Konziliare Gottesvolk im Pastoralen Raum“ steht sie auf und spricht wider alle Zukunftsängste um Personal und Geld: „Pastoraler Raum ist da, wo ich bin!“ * Ich seh‘ dich!  * (im letzten Gemeindebrief falsch zitiert) Ich seh‘ dich! - Es gibt drei Frauen, die sehen abwechselnd täglich nach dem Blumenschmuck in unserer Kirche. Ja, neulich beobachtete ich sogar vor dem Sonntagsgottesdienst eine Frau aus „Maria im Felde“, wie sie aus ihrem Rollikorb eine Flasche Wasser entnahm und die Blumen in der Schale vor der Kirchtür goss. Eine weitere kam dazu und freute sich, wie schön die von ihr besorgten Pflanzen gediehen. Ich seh‘ dich! Ich seh‘ dich! - Endlich hat es geklappt! Nach einem Treffen mit Vertreter/innen der Gemeinde Heilige Familie sitzen wir in Mater Dolorosa nun auch mit einem Ausschuss aus St. Benedikt zusammen. Das gegenseitige Interesse aneinander ist groß. Da gibt es auch ein Peru- Projekt wie in Mater Dolorosa und Heilige Familie und einen Bibelkreis wie in Vom Guten Hirten. Wir haben das Gefühl, das passt. Am Schluss liest eine Frau aus Mater Dolorosa die Tageslesungen vor: „Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele...“ (Apg 4,32) und „Der Wind weht, wo er will.“ (Joh 3, 8) Gott sieht uns! Inge Lux                                                                                                                                                                           „Gemeinsam unterwegs“ zum „Pastoralen Raum“ Auf dem Weg zum „Pastoralen Raum“ ist uns ein zeitlicher Rahmen vorgegeben, den das Erzbischöfliche Ordinariat festgelegt hat. Der erste Zeitabschnitt begann mit der Findungsphase, die jetzt zu Ende geht, in der sich Nachbarpfarreien näher kennenlernen sollten. Mit unserer Gemeinde und Mater Doloros hat das bisher gut funktioniert. Jetzt beginnt die dreijährige Entwicklungsphase: Bildung des Pastoralen Raums und Entwicklung zu einer neuen Pfarrei. Dazu müssen die Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte ein Votum abgeben. Bestätigt der Erzbischof das Votum, wird durch den Generalvikar mit einem feierlichen Pontifikalamt der Pastorale Raum offiziell eröffnet. Dann beginnt die dreijährige Entwicklungsphase, in der unsere beiden Gemeinden gemeinsam mit den Orten kirchlichen Lebens (Caritaseinrichtungen, Krankenhaus, Schulen, Kitas, katholische Arbeitsgemeinschaft der Soldatenbetreuung und die Gottesdienststandorte) die Grundlagen für die neue Pfarrei erarbeiten, die am Ende der Entwicklungsphase errichtet werden soll. Eigentlich befinden wir uns schon seit geraumer Zeit in dieser Phase, da wir mit Mater Dolorosa schon sehr viele Gemeinsamkeiten, Projekte und Aktivitäten entwickelt haben, wie die Fronleichnamsprozession, Tagungen, Einkehrwochenenden, Pilgertag, Welcome-In, Eine-Welt-Initiativen, Seniorenaktivitäten, PGR-Sitzungen und nicht zu vergessen die Jugend und Ministranten, nur um hier einige zu nennen. Außerdem praktizieren wir seit einigen Jahren die Personalunion des pastoralen Teams. Eine große Hilfe auf diesem Weg ist die gemeinsame Zeitschrift „Gemeinsam Unterwegs“. Dadurch haben wir uns bereits intensiver kennengelernt und erste Gemeinschaftsbildungen vollzogen. Wir werden jetzt die inhaltliche Ausrichtung der künftigen Pfarrei entwickeln müssen, z.B. den Sozialraum (Caritas) analysieren, ein Pastoralkonzept erstellen, in dem festgehalten wird, welche Schwerpunkte sich ein Pastoraler Raum als künftige Pfarrei setzt, wie die Beteiligten gemeinsam Kirche sein wollen in Marienfelde und Lankwitz, wie Verkündigung, Liturgie und caritative Nächstenliebe in einer Großpfarrei gelebt werden können. Dazu gehört es auch, dass die alte Versorgungsphilosophie nicht mehr aufrecht erhalten bleiben kann. Es müssen sich verstärkt mehr Gemeindemitglieder darüber bewusst werden, ihre von Gott gegebenen Gaben und Begabungen einzusetzen und ehrenamtliche Aufgaben sowie eigene Verantwortung zu übernehmen. Im letzten Jahr der dreijährigen Entwicklungsphase geht es um die Pastoralstruktur der künftigen Pfarrei. Die Pfarreien und Orte kirchlichen Lebens klären gemeinsam die notwendigen Strukturen, Finanz- und Personalfragen. Wie kann die Zusammenführung von Finanzen und Verwaltung gelingen? Wie können die Standorte gestaltet werden? Wie erfolgt die Zuordnung des Personals? Nachzulesen ist das alles auch auf der Internetseite des Erzbischöflichen Ordinariates unter „Wo Glauben Raum gewinnt“. Pfarrer Harry Karcz (Den Artikel habe ich zusammengestellt aus einer Ansprache der Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates Mater Dolorosa Barbara Dobrowolski aus Anlass einer Gemeindeversammlung im November – herzlichen Dank!) Homepage der Gemeinde Mater Dolorosa: www.mater-dolorosa-lankwitz.de
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         Der gemeinsame Pfarrbrief zum downloaden und ausdrucken:
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